Magisterprüfung Sprachliche Informationsverarbeitung (Spinfo) im Hauptfach
Name: Pascal Christoph
E-mail:
pascal.christoph'at'web.de
Fachsemester: 10
im Juni/Juli
2006
Prüfer: Prof. Dr. Jürgen Rolshoven
Magisterklausur
Ich habe diese Themen nur so ungefähr noch in Erinnerung. Es ist so, dass Punkt 1 (mit Fragen aus dem Bereich Programmierung) komplett bearbeitet werden soll, und EINE Frage aus dem Punkt 2 beantwortet werden muss.
Themen:
Darstellung von Listen und Bäumen. Mit Programmcode, der auch Operationen wie löschen, einordnen und sortieren implementiert oder zumindest die Prinzipien erklärt.
a) Darstellung verschiedener Arten des Pattern Matchings, also z.B. Levensthein
b) Wie ist Kontextabhängigkeit in HPSG realisiert?
Und so sahen meine ersten
Klausurprüfungsthemenvorschläge Sprachliche Informationsverarbeitung
aus, die sich aber später änderten
(s.u.):
Themen:
Binäre Bäume
Levensthein-Algorithmus, HPSG, HMM
Stichworte:
Implementation durch Java-Pseudocode, Rekursion, Sortiertes Einfügen, Anwendungsgebiete, Vor- und Nachteile
Implementation durch Java-Pseudocode, Anwendungsgebiete, Vor- und Nachteile
Literatur:
Wirth, N. 1983. Algorithmen und Datenstrukturen. Stuttgart: Teubner. Kapitel 4.4: Baumstrukturen.
Stamp, M. 2004. A Revealing Introduction to Hidden Markov Models. URL<http://www.cs.sjsu.edu/faculty/stamp/RUA/HMM.pdf> [PDF].
Estermann, H. 2000. Stefan Müllers HPSG-Grammatik für das Deutsche: Grundbegriffe, Dominanzstrukturen, Konstituentenreihenfolge.
Pollard, Carl & Sag, Ivan A. 1994. Head-Driven Phrase Structure Grammar.
Und so sahen meine endgültigen
Klausurprüfungsthemenvorschläge Sprachliche Informationsverarbeitung
aus:
Themen:
Datenstrukturen: Arrays, Records, Sets und Binäre Bäume
Definition und Struktur formaler Sprachen
Reguläre Ausdrücke
HPSG/Unifikations- Parser und Grammatikformalismus
Warum „weiches Matchen“ wichtig ist
Literatur:
Wirth, N. 1983. Algorithmen und Datenstrukturen. Stuttgart: Teubner.
Wirth, N. 1986. Compilerbau. Stuttgart: Teubner.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reguläre_Ausdrücke
Pollard, Carl & Sag, Ivan A. 1994. Head-Driven Phrase Structure Grammar.
Im Nachhinein würde ich mich auf weniger Themen festlegen, sonst ist die Gefahr zu hoch, dass ein gut vorbereitetes Thema nicht drankommt. Ausserdem ließe sich die Literaturliste noch erweitern !
Und
so sah meine
Themenliste für die mündliche Magisterprüfung Informationsverarbeitung
aus:
Thema
1: Markov-Ketten
Mark Stamp. 2004. A Revealing Introduction to Hidden Markov Models. http://www.cs.sjsu.edu/faculty/stamp/RUA/HMM.pdf . S: 1-8.
Fink, A. Gernot. 2003. Mustererkennung mit Markov-Modellen. Theorie – Praxis – Anwendungsgebiete. Wiesbaden: Teubner. S: 13-37.
C. Manning & H. Schütze. 1999. Foundations of Statistical Natural Language Processing. MIT Press. S: 317-333.
Thema 2: Strukturelle Semantik
Saussure, Ferdinand de. 1967 [1916]. Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. 2. Aufl., Berlin: Walter de Gruyter & Co. Zweiter Teil, Kapitel IV: Der sprachliche Wert. S: 132-140 + 150-151.
Geckeler, Horst. 1971. Strukturelle Semantik und Wortfeldtheorie. 2. Aufl., München: Fink. Kapitel IV: Kurze Skizzierung einer strukturellen Wortfeldmethode (nach E. Coseriu), S: 177-201.
Lyons, John. 1975 [1968]. Einführung in die moderne Linguistik. 4. Aufl., München: C.H. Beck. Kapitel 10: Semantische Struktur, S: 452-492.
Thema 3: Künstliche vs. Natürliche Intelligenz
Spitzer, Manfred. 2000. Geist im Netz. Modelle für Lernen, Denken und Handeln. Heidelberg/Berlin: Spektrum. Kapitel 12: Gedanken und Eindrücke: Was sind Modelle? Computermodelle von Emotionen? , S: 317-325.
Lakoff, George. 1990 [1987]. Women, Fire and Dangerous Things. What Categories Reveal about the Mind. Paperback edition. Chicago, London: The University of Chicago Press. Part II: The Mind-As-Machine Paradigm, S: 338-352.
Hofstadter, Douglas R. 2001 [1991]. Gödel, Escher, Bach: ein Endloses Geflochtenes Band. 8. Aufl., München: dtv. Kapitel XVII: Church, Tarski und andere, S: 596-624.
Johnson-Laird, Philip. 1993 [1988]. The Computer and The Mind. An introduction to Cognitive Science. 6. Aufl., London: Fontana Press. Kapitel VI: The Conscious and the Unconscious Mind, S: 353-393.
Gardner, Howard 1989 [1985]. Dem Denken auf der Spur. Stuttgart: Klett-Cotta. Teil II, 6: Künstliche Intelligenz: Das Handwerkzeug der Experten, S: 153-197. Teil III, 14: Zusammenfassung: Das Paradox der Computerwissenschaft und die Aufgabe der Kognitionswissenschaft, S: 398-411.
Auch wenn sich der Prüfer und der Beisitzer teilweise nicht sehr stark an der angegebenen Literatur orientierten und auch z.B. allgemeine Fragen zu besuchten Seminaren gestellt wurden, so war doch die Prüfungssituation freundlich. Der Beisitzer hat machmal auch was gesagt – dies empfand ich als positiv, da sich dadurch etwas Zeit zum Nachdenken ergab bzw. sich ein Gespräch leichter entwickeln konnte.