Über die Wortfindungsstörungssimulation


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Durch die Methoden des auf Ferdinand de Saussure zurückgehenden Strukturalismus lassen sich Algorithmen, die linguistische Paradigmen berechnen, entwickeln. Wörter sind im gleichen linguistischen Paradigma wenn sie gegeneinander ausgetauscht werden können, z.B. 'Schriftrolle' und 'Buch', 'laufen' und 'gehen'. Dabei entscheidet das zugrundeliegende Korpus (Textsammlung) über die Ähnlichkeit der Worte durch die Prämisse, dass identischer Kontext semantische Nähe bedeutet.
Im Rahmen meiner Magisterarbeit 'Paradigmenbildung in einem selbstlernenden System' entstand das Programm 'PaGe', welches im Rahmen der 'Hyperkult 15 - Modelling & Simulation' um ein Zusatzmodul erweitert wurde: die berechneten Worte visualisieren nun einen möglichen (schweren, broca-aphasischen) Wortfindungsstörungsprozess.
Die strukturalistische Methode stößt mindestens mit der Beschränktheit des Korpus an ihre Grenze. Insgesamt sind zur Zeit ca. 43.000 verschiedene Worte mit mehr als 1 Millionen Kontexte gespeichert.

Pascal Christoph M.A. im Juli 2006


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